
Die Begriffe Akkreditierung und Zertifizierung werden häufig miteinander verwechselt. Beide stehen für Qualität, Sicherheit und Vertrauen – dennoch beschreiben sie zwei unterschiedliche Prozesse innerhalb der Konformitätsbewertung. Gerade Unternehmen, die ihre Produkte, Anlagen oder Managementsysteme zertifizieren lassen möchten, sollten den Unterschied kennen.
Denn ein Zertifikat ist nur dann wirklich aussagekräftig, wenn die ausstellende Zertifizierungsstelle nachweislich kompetent arbeitet. Genau hier setzt die Akkreditierung an.
In diesem Beitrag erfahren Sie:

Eine Zertifizierung ist der Nachweis, dass ein Produkt, eine technische Anlage, ein Managementsystem oder eine Dienstleistung definierte Anforderungen erfüllt.
Die Bewertung erfolgt durch eine unabhängige Zertifizierungsstelle anhand anerkannter Normen, gesetzlicher Vorgaben oder technischer Regelwerke.
Bekannte Beispiele sind:
Das ausgestellte Zertifikat bestätigt, dass die geprüfte Organisation oder Anlage die festgelegten Anforderungen zum Zeitpunkt der Prüfung erfüllt.
Eine Zertifizierung schafft Vertrauen und bietet zahlreiche Vorteile:
Besonders im technischen Umfeld werden Zertifikate häufig zur Voraussetzung für Genehmigungen oder den Marktzugang.
Die Akkreditierung bestätigt nicht die Qualität eines Unternehmens oder einer Anlage – sondern die Kompetenz der Stelle, die zertifiziert.
Eine Akkreditierungsstelle überprüft, ob eine Zertifizierungsstelle:
Kurz gesagt: Die Akkreditierung bewertet die Kompetenz der Zertifizierungsstelle. Sie schafft damit die Grundlage für vertrauenswürdige Zertifikate.
Zertifizierung |
Akkreditierung |
| Bewertet Unternehmen, Produkte oder Anlagen | Bewertet Zertifizierungsstellen |
| Ergebnis ist ein Zertifikat | Ergebnis ist eine Akkreditierungsurkunde |
| Richtet sich an Unternehmen | Richtet sich an Konformitätsbewertungsstellen |
| Nachweis der Normkonformität | Nachweis der fachlichen Kompetenz |
| Grundlage für Marktvertrauen | Grundlage für glaubwürdige Zertifizierungen |
Ein Betreiber möchte eine Erzeugungsanlage zertifizieren lassen. Die Zertifizierungsstelle prüft die Anlage. Die DAkkS prüft wiederum, ob die Zertifizierungsstelle überhaupt berechtigt und kompetent ist, diese Prüfung durchzuführen. Dadurch entsteht eine unabhängige Qualitätskette.
Ein Zertifikat besitzt nur dann einen hohen Wert, wenn der Aussteller selbst vertrauenswürdig ist. Genau deshalb existiert die Akkreditierung.
Sie stellt sicher, dass Zertifizierungsstellen:
Für Unternehmen bedeutet das: Sie können sich darauf verlassen, dass Zertifikate auf objektiven und nachvollziehbaren Bewertungen beruhen. Auch Kunden, Behörden und Geschäftspartner profitieren von dieser Transparenz.
Die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) ist die nationale Akkreditierungsstelle Deutschlands. Sie wurde gemäß der europäischen Verordnung (EG) Nr. 765/2008 eingerichtet und ist die einzige staatlich anerkannte Institution, die Akkreditierungen in Deutschland vergeben darf.
Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem die Akkreditierung von:
Vor einer Akkreditierung prüft die DAkkS unter anderem:
Nach erfolgreicher Akkreditierung erfolgen regelmäßige Überwachungen und Wiederholungsbegutachtungen. So wird sichergestellt, dass die hohen Anforderungen dauerhaft eingehalten werden.
Vor der Beauftragung einer Zertifizierungsstelle empfiehlt sich die Prüfung folgender Punkte:
Ein Blick in das öffentliche Verzeichnis der DAkkS schafft schnell Klarheit.
Auch wenn die Begriffe häufig gemeinsam genannt werden, erfüllen Akkreditierung und Zertifizierung unterschiedliche Aufgaben.
Die Zertifizierung bestätigt, dass Produkte, Anlagen oder Managementsysteme definierte Anforderungen erfüllen.
Die Akkreditierung bestätigt dagegen die Kompetenz der Zertifizierungsstelle selbst.
Erst das Zusammenspiel beider Verfahren schafft ein hohes Maß an Vertrauen, Transparenz und internationaler Anerkennung.
Für Unternehmen bedeutet dies: Wer sich für eine DAkkS-akkreditierte Zertifizierungsstelle entscheidet, investiert in Qualität, Rechtssicherheit und langfristige Glaubwürdigkeit. Gleichzeitig profitieren Kunden, Behörden und Geschäftspartner von objektiven, nachvollziehbaren und weltweit anerkannten Zertifizierungen.

Die Zertifizierung bestätigt die Konformität eines Produkts, einer Anlage oder eines Managementsystems. Die Akkreditierung bestätigt die Kompetenz der Zertifizierungsstelle, solche Bewertungen fachgerecht durchzuführen.
In Deutschland ist ausschließlich die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) für die Akkreditierung zuständig.
Eine DAkkS-Akkreditierung gewährleistet, dass Zertifizierungen nach international anerkannten Standards durchgeführt werden und eine hohe Glaubwürdigkeit besitzen.
ILAC fördert die internationale Anerkennung von Prüf- und Inspektionsleistungen. Dadurch werden Doppelprüfungen vermieden und der internationale Handel erleichtert.
Nicht zwingend. Allerdings genießen Zertifikate akkreditierter Stellen in der Regel eine deutlich höhere Akzeptanz bei Behörden, Kunden und internationalen Geschäftspartnern. In Bezug auf den Netzanschluss muss die Zertifizierungsstelle akkreditiert sein nach der jeweiligen Norm z.B. VDE-AR-N 4110
Akkreditiert als Zertifizierungsstelle nach DIN EN ISO/IEC 17065, Inspektionsstelle nach DIN EN ISO/IEC 17020 und als Prüflabor nach DIN EN ISO/IEC 17025 von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS). Ehemals empfohlen vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) und aktuell von der FGW e.V. – Fördergesellschaft Windenergie und andere Erneuerbare Energien.







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