Oberschwingungsnachmessung

Messtechnischer Nachweis der Netzverträglichkeit

Bei der Projektentwicklung und Inbetriebnahme von Erzeugungsanlagen spielt die Netzqualität eine entscheidende Rolle. Werden im Rahmen der Anlagenzertifizierung erhöhte Oberschwingungen festgestellt, kann das Anlagenzertifikat zunächst nur unter Vorbehalt ausgestellt werden.

In diesem Fall ist eine Oberschwingungsnachmessung erforderlich, um die tatsächlichen Netzrückwirkungen der Anlage im Betrieb zu überprüfen und den Vorbehalt im Zertifizierungsprozess aufzuheben. Die Messung liefert den notwendigen Nachweis der Netzverträglichkeit und schafft die Grundlage für eine endgültige Zertifizierung der Anlage.

Dank unserer umfassenden Erfahrung in Power-Quality-Analysen, Zertifizierungsverfahren und Netzrückwirkungsbewertungen können wir die Ursachen von Oberschwingungen präzise analysieren. Häufig zeigt sich dabei, dass erhöhte Oberschwingungsströme nicht durch die Anlage selbst, sondern durch bestehende Netzbedingungen verursacht werden.

Durch eine fundierte messtechnische Bewertung und nachvollziehbare Dokumentation gegenüber Netzbetreibern und Zertifizierungsstellen lassen sich in vielen Fällen unnötige technische Maßnahmen vermeiden, beispielsweise der Einbau kostenintensiver Oberschwingungsfilter.

Wann ist eine Oberschwingungsnachmessung erforderlich?

Oberschwingungen entstehen durch leistungselektronische Umrichter oder nichtlineare Verbraucher und können die Netzqualität beeinflussen.

Eine Nachmessung wird insbesondere erforderlich, wenn:

  • im Anlagenzertifikat ein Vorbehalt bezüglich Netzrückwirkungen enthalten ist
  • Grenzwerte für Oberschwingungen überschritten wurden
  • der Netzbetreiber eine messtechnische Bestätigung verlangt

Die Messung erfolgt in der Regel nach Inbetriebnahme der Anlage unter realen Betriebsbedingungen.

Ablauf der Oberschwingungsmessung

Unsere Experten begleiten Sie strukturiert durch den gesamten Prozess:

Analyse der Zertifizierungsanforderungen und Netzbedingungen

Planung der Messkampagne am Netzanschlusspunkt

Durchführung der Power-Quality-Messung gemäß relevanten Normen

Auswertung und Bewertung der Netzrückwirkungen

Erstellung des Messberichts für Netzbetreiber und Zertifizierungsstelle

Maßnahmen bei Grenzwertüberschreitungen

Werden zulässige Grenzwerte nicht eingehalten, unterstützen wir Sie bei der Ursachenanalyse der Anlage.

Auf Basis der Messergebnisse können mögliche Maßnahmen aufgezeigt werden, beispielsweise:

  • Auslegung von Oberschwingungsfiltern
  • Anpassung der Regelungsstrategien von Umrichtern
  • Optimierung der Netzanbindung oder Betriebsparameter

Dank unserer Erfahrung in Power-Quality-Analysen und Zertifizierungsverfahren können Oberschwingungsströme häufig eindeutig zugeordnet werden. In vielen Fällen zeigt sich dabei, dass erhöhte Oberschwingungsanteile nicht durch die Anlage selbst, sondern durch bestehende Netzbedingungen verursacht werden.

Durch eine fundierte messtechnische Bewertung und nachvollziehbare Dokumentation gegenüber Netzbetreibern und Zertifizierungsstellen lassen sich dadurch oftmals unnötige Maßnahmen wie kostenintensive Filteranlagen vermeiden.

Ihr Vorteil mit M.O.E.

Langjährige Erfahrung

in Power-Quality-Messungen und Netzrückwirkungsanalysen

Fundierte Bewertung

im Kontext von Zertifizierungs- und Netzanschlussverfahren

Enge Abstimmung

mit Netzbetreibern und Zertifizierungsstellen

Praxisnahe Unterstützung

bis zur erfolgreichen Abnahme

Sie benötigen eine Oberschwingungsnachmessung für Ihre Erzeugungsanlage?

Unsere Experten unterstützen Sie gerne bei der Planung der Messkampagne und der effizienten Umsetzung der Netzqualitätsprüfung.

Ihr Ansprechpartner

Michel Sievers

Abteilungsleiter Power Quality

Bitte kontaktieren Sie mich in allen Fragen zu den Themen:

  • Vermessung elektrischer Eigenschaften
  • Störschreiber
  • Oberschwingungsmessung

Rufen Sie mich gerne an unter

+49 (0) 4821 6453 – 286

Weitere Leistungen für Betreiber

Vertrauen durch Anerkennung: Unsere Auszeichnungen und Zertifizierungen im Fokus

Akkreditiert als Zertifizierungsstelle nach DIN EN ISO/IEC 17065, Inspektionstelle nach DIN EN ISO/IEC 17020 und als Prüflabor nach DIN EN ISO/IEC 17025 von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS). Ehemals empfohlen vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) und aktuell von der FGW e.V. – Fördergesellschaft Windenergie und andere Erneuerbare Energien.

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