
Hybridparks kombinieren verschiedene Erzeugungstechnologien, wie beispielsweise Windenergieanlagen (WEA), Photovoltaikanlagen (PV) und Blockheizkraftwerke (BHKW). Sie gewinnen zunehmend an Bedeutung, da Sie die Vorteile der verschiedenen Technologien verbinden. Diese Anlagen bieten nicht nur eine höhere Flexibilität und Effizienz, sondern tragen auch zur Stabilisierung des Stromnetzes bei. Gleichzeitig nutzen sie vorhandene Infrastruktur und können vorhandene Netzanschlusskapazitäten besser ausnutzen. Doch gerade bei der Zertifizierung solcher Anlagen, insbesondere im Hinblick auf die Anforderungen der VDE-AR-N 4110, gibt es einige Besonderheiten zu beachten.
Die VDE-AR-N 4110 regelt die technischen Anschlussbedingungen für Mittelspannungsnetze und stellt sicher, dass Erzeugungsanlagen die Netzstabilität nicht gefährden und sich netzdienlich verhalten. Bei Hybridparks ergibt sich die Herausforderung, dass die unterschiedlichen Technologien in ihrer Gesamtheit betrachtet werden müssen.
Dies betrifft insbesondere folgende Aspekte:
Bei der Zertifizierung von Hybridparks wird das Gesamtsystem bewertet. Die verschiedenen Erzeugungsanlagen müssen nicht nur einzeln, sondern auch in ihrer Interaktion geprüft werden. Dies erfordert eine präzise Abstimmung der Steuer- und Regelungssysteme, um sicherzustellen, dass die Anlage im Zusammenspiel die geforderten Bedingungen erfüllt. Besonders anspruchsvoll ist dies bei der Simulation von Netzfehlern, da die Reaktion der einzelnen Technologien unterschiedlich ausfallen kann.
Für Betreiber und Planer von Hybridparks ist es daher essenziell, frühzeitig die Anforderungen der VDE-AR-N 4110 in die Planung einzubeziehen. Eine enge Zusammenarbeit mit erfahrenen akkreditierten Zertifizierungsstellen und qualifizierten Elektroplanern ist hierbei unerlässlich, um die komplexen Nachweise effizient zu erbringen und Verzögerungen und Kosten im Projektverlauf zu vermeiden.
Hybridparks bieten großes Potenzial für die Energiewende, erfordern jedoch eine sorgfältige Planung und Umsetzung, insbesondere im Bereich der Anlagenzertifizierung. Mit unserer Erfahrung und unserem Wissen lassen sich die Herausforderungen meistern und die Vorteile dieser innovativen Technologie voll ausschöpfen.

Simon Wildgruber
Abteilungsleiter Anlagenzertifizierung VKM/BHKW und Wasserkraft
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Akkreditiert als Zertifizierungsstelle nach DIN EN ISO/IEC 17065, Inspektionstelle nach DIN EN ISO/IEC 17020 und als Prüflabor nach DIN EN ISO/IEC 17025 von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS). Ehemals empfohlen vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) und aktuell von der FGW e.V. – Fördergesellschaft Windenergie und andere Erneuerbare Energien.







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